22.11.2010
Alle Grüne waren zu Gast bei uns: BDK in Freiburg
Am Freitag, 18 Uhr ging es los: Bündnisgrüne aus ganz Deutschland traffen sich zur BDK (Bundesdelegiertenkonferenz, so nennen wir das, was bei anderen Bundesparteitag heißt). Die BDK fand auf der Neuen Messe statt, auf der Tagesordnung stand unter anderem die Wahl des Bundesvorstands - Claudia Roth und Cem Özdemir wurden mit tollen Ergebnissen wiedergewählt.
Zur Einstimmung auf drei tolle grüne Tage gab es am Donnerstag eine Party in der Jackson Pollock Bar. Als DJane bracht unsere Bundesvorsitzende Claudia Roth die Verhältnisse zu tanzen.
Auch wir Freiburger waren mit einem Stand vertreten (siehe Bild) und viele spannende Gespräche, unter anderem mit Grünen aus Schweden.
22.11.2010
Willkommen in Freiburg: Grußwort von Sprecherin Hannegret Bauß an die BDK
Liebe Freundinnen und Freunde,
Im Namen unseres Kreisverbandes begrüße ich Euch sehr herzlich hier in Freiburg zur Bundesdelegiertenkonferenz 2010!
Besonders begrüße ich die Delegierten des KV Rostock und bedanke mich für ihren Gegenbesuch!
Letztes Jahr haben wir die Reise ans nord-östliche Ende der Republik gemacht, nun seid Ihr in den Südwestzipfel gekommen. Herzlich willkommen!
Mit einem grünen Oberbürgermeister, einer grünen Bildungs- und Umweltbürgermeisterin, Bundestags-, Landtags- und Europaabgeordneten, mit der Landesvorsitzenden und der stärksten Fraktion im Gemeinderat sind wir Freiburger ein ziemlich erfolgreicher Kreisverband.
Natürlich sind wir stolz darauf.
Wir wissen aber, dass viele Erfolge grüner Politik zu allererst den Menschen zu verdanken sind, die hier in Freiburg und im Umland leben. Die waren schon da, als wir vor dreißig Jahren anfingen.
Die Freiburger sind ihrer Stadt und Region sehr verbunden, zugleich sind sie weltoffen und tolerant. Hier leben besonders viele Menschen, die ihre Umwelt gut kennen und hüten. Die Vorstellung auf Luft, Wasser und Böden zu achten, war hier nicht fremd.
Zugleich achtet man hier auf das soziale Leben der Stadt. Die Freiburger wollen, dass es allen gut geht.
Wir Grünen sind auch im Umland, in den ländlichen Gebieten erfolgreich. Auch hier bewahren sich die Menschen ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit.
Das Codewort dafür heißt Wyhl am Kaiserstuhl.
Der erfolgreiche Widerstand gegen das geplante Kernkraftwerk in Wyhl in den siebziger Jahren war nicht zuletzt das Werk der Kaiserstühler Bauern und der Menschen der Region, die mit für die absolute Mehrheit der CDU im Stuttgarter Landtag sorgten
Die aber nicht geneigt waren, ihrer schwarzen Regierung ein solches Projekt durchgehen zu lassen.
Und sie setzten sich durch.
Und dann gab und gibt es da noch die Pioniere des Umweltschutzes und der erneuerbaren Energien.
Die, die sich um Energiesparen und Abfallvermeidung kümmerten. Die Wasser- und Windrad-Bauer, die Solarforscher, die Solarproduzenten und –architekten,. Erst vor kurzem wurde Rainer Grießhammer für sein Engagement in Umweltschutz und Umweltpolitik der deutsche Umweltpreis 2010 verliehen. Er ist der vierte Freiburger Preisträger.
Das waren 1980 also ganz besondere Bedingungen, auf deren Grundlage die Grünen Ideen wachsen und gedeihen konnten und das ist auch heute noch so.
Aber: Wir stellen unser Licht nicht unter den Scheffel:
Die Vorreiterrolle, die Freiburg heute weltweit für ökologische und nachhaltige Stadtentwicklung spielt, ist Folge Grüner Politik.
Ein Schlüssel dafür war, dass die Grünen in Freiburg immer schon solide und realisierbare Projekte vorschlugen und diese auch durchsetzen konnten.
So wurde der Satz „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt“ von Anfang an auch auf die Haushaltspolitik angewandt, es galt schon damals, dass öffentliche Aufgaben so wirtschaftlich wie möglich erledigt werden müssen.
Der spektakulärste Erfolg war die Einführung der Umweltschutzkarte für den Freiburger Nahverkehr.
Wir hatten gerade mal vier Grüne im Gemeinderat. Die hatten die Idee, die konnten die Mehrheit des GR dafür gewinnen, - übrigens konnten die auch am besten rechnen - und so konnten sie sich auch gegen Rathausspitze und Verkehrsbetriebe durchsetzen.
1984 wurde die Umweltschutzkarte für Freiburg eingeführt. Unter Einbeziehung der Nachbarkreise ist sie als Regiokarte heute fest etabliert.
Viele weitere, kleine oder größere, Erfolge schlossen sich an, ob es um Frauen- und Genderfragen ging, um Fahrradwege oder Kindergärten. Und dass wir auch beim Mülltrennen vorne waren, habt Ihr Euch sicher schon gedacht.
Wir haben auch Niederlagen eingesteckt.
Aber dann wurde konstruktiv weitergearbeitet.
So haben wir uns heftig aber erfolglos gegen den Bau eines neuen Stadtteils auf dem Rieselfeld gewehrt.
Aber dann haben wir uns dafür eingesetzt, dass daraus ein Modellstadtteil wurde. Mit Niedrigenergiehäusern, mit Fernwärmeversorgung, mit der Straßenbahn als Hauptstraße.
Das gilt auch für das Quartier Vauban, das heute weltberühmt ist. Wer am Sonntag noch ein wenig bleiben mag, sollte es besuchen.
Die Sternstunde in der Geschichte der Freiburger Grünen war dann der 5. Mai 2002. An diesem Tag gewannen wir die Oberbürgermeisterwahlen. Seitdem ist Dieter Salomon Oberbürgermeister von Freiburg und deshalb ist es ein grüner OB, der Euch heute begrüßen wird.
Nun werdet Ihr die nächsten Tage hauptsächlich hier auf der Neuen Messe verbringen. Besucht unseren Stand, wir erzählen Euch alles, was Ihr wollt.
Wir wünschen Euch für diesen Parteitag alles Gute!








































