DIE GRÜNEN IN FREIBURG

Gemeinsam den Klimakollaps verhindern – und so helfen Sie mit !

 

Der Klimawandel ist längst Wirklichkeit, er ist sicht- und fühlbar für uns alle. Die Aufgabe, ihn zu begrenzen, ist riesig und lösbar.


2006 betrug der CO2-Ausstoß in Deutschland 878 Mio Tonnen. Pro Einwohner sind dies etwa 10,7 Tonnen und Jahr. Auf einen gewissen Teil dieser Emissionen haben Sie sicherlich keinen direkten Einfluss, z. B. auf Emissionen der Industrie für Exportprodukte. Klimaexperten wie das Umweltbundesamt halten eine Reduktion auf ca. 2 t CO2 pro Person und Jahr für dringend notwendig.


Auf den nächsten Seiten zeigen wir Ihnen, dass Sie sehr wohl einen großen Einfluss auf Ihren persönlichen CO2-Ausstoß haben. Mehrere Tonnen pro Jahr können Sie durch teilweise minimale Maßnahmen einsparen - oder verschwenden.


Die Entscheidung über den Ausstoß eines großen Teils des in Deutschland jährlich emittierten CO2 liegt damit in der Hand eines jeden Einzelnen – also auch in Ihrer Hand.

 

Was kann ich im Haushalt tun

 

  • Achten Sie beim Kauf auf den Stromverbrauch der Geräte (office-topten- bzw. eco-topten-Produkte kaufen), das spart CO2 und Kosten ein.
  • Wäsche bei 30 bzw. 40 °C waschen, für die Hygiene reichen 60 °C. Dabei auf Vorwäsche verzichten und Energiesparprogramme nutzen.
  • Wind und Sonne trocknen die Wäsche kostenlos und absolut umweltfreundlich !
  • 7° bzw.  –18°C im Kühl- bzw. Gefrierschrank sind ausreichend.
  • Wo sinnvoll Energiesparlampen verwenden.
  • Richtig lüften: Stoßlüften statt ständig die Fenster gekippt  halten.
  • Auf die richtige Raumtemperatur achten: jedes Grad weniger spart  6% Heizkosten.
  • Geräte nicht im stand-by-Modus laufen lassen, abschaltbare Steckdosenleisten verwenden.
  • Ein Flachbildschirm verbraucht wesentlich weniger Strom als ein Röhrenbildschirm.
  • Beim Einkauf auf regionale Produkte achten, das spart Transportenergie.
  • Durch Wärmedämmung können Sie bis zu 80% des Heizenergiebedarfes einsparen.

 

Was kann ich beim Stromverbrauch tun

 

Der CO2-Ausstoß durch Stromverbrauch im Haushalt hängt neben dem persönlichen Stromverbrauch vom „Strommix“ des von Ihnen gewählten Stromanbieters ab. Beim konventionellen Strommix wird ca. 60 % des Stroms aus Kohle, Öl und Gas, 27 % aus Kernenergie und lediglich etwa 11% aus regenerativen Energien erzeugt. Es gibt aber auch Energieunternehmen, die Strom aus 100 % regenerativen Energien anbieten.
Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie auf einfachste Weise rein regenerativ erzeugten Strom beziehen und damit den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung massiv beschleunigen können. Dieser Wechsel kann für Sie sogar mit Kosteneinsparungen verbunden sein!


Mehrere Stromanbieter – insbesondere EWS Schönau, Lichtblick, Naturstrom und Greenpeace Energy – garantieren Strom aus rein regenerativen Quellen. Badenova bietet mit dem Regiostrom einen Tarif, bei dem Sie Strom aus regenerativen Quellen beziehen und den Bau von Anlagen zur Erzeugung regenerativen Stroms in der Region fördern.

 

Bei einem Verbrauch von 1.600 kWh pro Jahr und Person verursachen Sie bei Bezug

  • eines konventionellen Strommixes ca. 1 Tonne CO2 pro Jahr
  • eines „Ökostrommixes“ ca. 0,3 Tonnen CO2.

 

Wechseln Sie zu einem Stromanbieter mit Ökostrommix und ersparen Sie der Atmosphäre jährlich 0,7 Tonnen CO2 ! Gleichzeitig verzichten Sie so auf die Nutzung der mit großen Risiken verbundenen Kernkraft. Alle Modalitäten für den Wechsel zum Ökostromtarif führt für Sie der neue Ökostromanbieter durch. Geschätzter Zeitaufwand für Sie: Nur wenige Minuten.


Die Kontaktdaten der Ökostromanbieter sowie weitere Informationen zum Wechsel finden Sie unter www.atomausstieg-selber-machen.de


Wie spare ich im Verkehr

 

Durch Mobilität verursacht jeder Bundesbürger im Schnitt jährlich ca. 1,8 Tonnen CO2. Nutzen Sie z. B. durch Ihre Wahl des Verkehrsmittels und durch den Kraftstoffverbrauch des von Ihnen verwendeten Pkw sowie durch Ihre Fahrweise Ihren sehr großen Einfluss auf Ihren persönlichen CO2-Ausstoß.


Im Folgenden zeigen wir Ihnen anhand einiger Beispiele, wie viel CO2 für unterschiedliche Strecken mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln verursacht werden – als Grundlage für Ihre Wahl des Verkehrsmittels.

 

Beispiel 1: Angenommen, Sie fahren an 200 Tagen im Jahr 7,5 km (je Richtung) zur Arbeit. Durch diese jährlichen 3.000 km verursachen Sie

  • Mit einem Pkw mit durchschnittlichem Verbrauch – wenn Sie alleine fahren – ca, 0,65 t CO2. Die Spannbreite liegt dabei von etwa 0,4 t mit einem Kleinwagen bis etwa 1,3 Tonnen mit einem Oberklassewagen. Wenn Sie Fahrgemeinschaften bilden, reduziert sich der Ausstoß je Person entsprechend.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ca. 0,25 t CO2 .
  • Mit dem Fahrrad 0 t CO2 .
  • Beispiel 2: Sie machen zu zweit einen Wochenendtrip von Freiburg nach Bordeaux (900 km je Richtung). Diese Fahrt bzw. dieser Flug verursacht pro Person (hin und zurück).
  • Mit dem Pkw bis Strasbourg und ab dort mit dem Flugzeug: 0,45 t CO2
  • Mit einem Pkw mit durchschnittlichem Verbrauch 0,2 t CO2
  • Mit der Bahn: 0,09 t CO2

 

Beispiel 3: Ein Flug von Frankfurt in die Dominikanische Republik verursacht pro Person 5,7 Tonnen CO2, also über 50 % des durchschnittlichen jährlichen Ausstoßes eines Bürgers.

Für diese Strecke gibt es kein alternatives Verkehrsmittel. Wir wollen auch nicht, dass vollkommen auf Fernreisen verzichtet wird. Aber wir möchten, dass jeder sich bei der Entscheidung über die Durchführung einer solchen Reise über die Folgen für das Klima bewusst ist und sich vor allem über die Häufigkeit solcher Reisen Gedanken macht. Die Auswirkungen einer Flugreise auf das Klima können Sie durch eine „Ausgleichszahlung“ bei www.atmosfair.de mindern. Mit dem hier gezahlten Geld werden Maßnahmen zur CO2-Reduktion finanziert.

 

Klimafreundliches Fahren geht so:

 

Als Faustregel gilt: Fahren Sie Tempo 30 im dritten Gang, Tempo 40 im vierten Gang und Tempo 50 schon im fünften Gang, wenn Sie sich im Stadtverkehr befinden. Dies wirkt sich positiv auf den Spritverbrauch und den Geräuschpegel Ihres Autos aus, aber auch Passanten und Anwohner freuen sich über weniger Lärm !

 

Voraussetzung für ein gleichmäßig niedertouriges Fahren ist eine vorausschauende Fahrweise, die – ohne häufige Abbrems- und Beschleunigungsvorgänge – ein „Mitschwimmen“ im Verkehr erlaubt. Halten Sie immer ausreichenden Abstand zum voraus fahrenden Fahrzeug ein. So können Sie kurzfristige Temposchwankungen durch „Fuß weg vom Gas“ statt „Bremsen und Beschleunigen“ abfangen. Können Sie absehen, dass Sie in Kürze anhalten müssen, lohnt es sich, schon frühzeitig den Leerlauf einzulegen. Nutzen Sie den Schwung Ihres Autos und lassen Sie es spritsparend ausrollen. „Fahren im höchstmöglichen Gang“ gilt auch bergauf. Sie quälen damit keineswegs Ihren Motor.

  • Achten Sie schon beim Autokauf auf den Verbrauch und den Schadstoffausstoß des Fahrzeuges
  • Nutzen Sie für kurze Wege das Fahrrad, den ÖPNV oder gehen Sie zu Fuß
  • Vermeiden Sie häufiges Bremsen und Beschleunigen.
    Fahren Sie auf der Autobahn gleichmäßig zwischen 100 km/h und 130 km/h (wo erlaubt).
  • Gehen Sie bei starkem Gefälle vom Gas und genießen Sie den Nullverbrauch.
    Legen Sie bei schwachem Gefälle auch mal den Leerlauf ein.
  • Schalten Sie bei mehr als 30 Sekunden Standzeit den Motor aus.
    Üben Sie zunächst an Ampeln mit bekannten Wartezeiten.
  • Verzichten Sie möglichst auf Extras wie eine Klimaanlage.
    Nutzen Sie vorhandene energiefressende Extras sparsam.
  • Überprüfen Sie öfters Ihren Kofferraum nach überflüssigem Ballast und entfernen sie ihn.
    Verzichten Sie wenn möglich auf Dachgepäck.
  • Messen Sie regelmäßig Ihren Reifendruck. Erhöhen Sie den Druck auf „volle Beladung“.
  • Vermeiden Sie Lärm und Spritverschwendung mit Leichtlaufreifen.
    Gönnen Sie Ihrem Motor ein Leichtlauföl.